25. August 2010

Pakistan

Seit einiger Zeit sind in Pakistan 20 Millionen Menschen von einer Überschwemmungskatastrophe ungeheuren Ausmaßes betroffen. Der Vorstand der Jungen Grünen Düsseldorf bekennt dazu:


"In Pakistan haben in den letzten Wochen Millionen von Menschen ihre Wohnungen und ihren gesamten Lebensraum an eine Flutkatastrophe verloren. Lebensmittel wurden weggespült und Trinkwasser ist nicht vorhanden, da das Flutwasser mit Colibakterien und anderen Substanzen verseucht ist.
Nahrungs- und Trinkwassermangel bzw. Trinkwasserverseuchung führen zu tödlichen Krankheiten wie Typhus und Cholera, aber auch zu Hunger und ersten Hungerstoden, von denen vorwiegend Kinder betroffen sind.
Als ob diese ersten Folgen nicht schon ein schreckliches Leid vollenden würden, werden Pakistan auch in Zukunft noch weitere Schicksalsschläge treffen, die durch diese Überschwemmung, die mehr als ein Drittel des Landes schon verwüstet hat, hervorgerufen werden.
Durch die abgespülten Felder fehlen Ernten und Nahrungsmittel nicht nur jetzt, sondern auch in nächster Zukunft.
Die Böden werden durch Kotreste und übernährtes Wasser mineralisieren und verhärten, so dass die Felder der Pakistani nur noch schwer zu bestellen sein werden.
Es droht also noch ein großes Wirtschaftsproblem in Pakistan, das unter anderem zur Destabilisierung des Landes führen kann.
Die Taliban, die zu dieser Destabilisierung beitragen könnten, haben verkündet, dass die Flut Allahs Strafe für die Westbindung der Regierung wäre.
Dazu muss man sagen, dass die Pakistani nichts mit den Taliban zu tun haben möchten. Das beweist die Flucht der Pakistani aus dem Swat-Tal, als dieses von den Taliban überfallen und eingenommen wurde.
Westliche Hilfe kann zwar nicht die religiöse Bindung an die fragwürdigen Riten der Schariah auflösen, jedoch kann sie verhindern, dass die Taliban das Land in eine menschenrechtsleere Wüste verwandeln.

Aufgrund der momentanen und noch folgenden Probleme ruft der Vorstand der Jungen Grünen Düsseldorf dazu auf, zu helfen, wo Hilfe nur erbracht werden kann.
Ängste, die Korruption des Landes oder die Taliban könnten sich das Geld einverleiben, sind unbegründet. Zunächst einmal fließt das Geld nicht an staatliche Träger, sondern wird direkt von den Organisationen, wie der Welthungerhilfe, für konkrete Projekte verwendet. Das Geld wird direkt in die noch funktionierenden Bereiche der Wirtschaft des Landes investiert, indem die Nahrungsmittel nicht aus Europa eingeflogen werden, sondern vor Ort besorgt werden.

Außerdem sollten politische Vorbehälte nicht vorgeschoben werden, wenn es darum geht einem Kind oder einem anderen Menschen das Leben zu retten. Denn jedes Leben zählt gleich viel!"